Weitere Therapiemöglichkeiten und Tipps
 
Die grundlegenden Therapiewege zur Behandlung einer Depression werden noch durch einige weitere Möglichkeiten ergänzt. Eine bewusste Ernährung stellt keine Therapie dar, doch einen unterstützenden Effekt sollte man nutzen. Wir möchten diese ergänzenden Möglichkeiten hier kurz vorstellen.


 
 
Transcranielle Magnetstimulation (TMS)
Transcranielle Magnetstimulationstherapie ist eine völlig neue, nebenwirkungsfreie Therapie bei der Behandlung von schweren Depressionen. Bei depressiven Patienten kommt es zu einer Unterfunktion des linken frontalen Hirnlappens. Schwere Stoffwechselstörungen im Gehirn können unbehandelt
schwere Depressionen auslösen. Genau hier setzt die neue, medikamentenfreie Behandlungsmethode ein. Elektrisch erzeugte Magnetfelder dringen durch die Schädeldecke zum betroffenen Hirnareal vor. Dadurch werden die Nervenzellen im Stirnlappen zur vermehrten Aktivität angeregt. Nach der Stimulation verspürt der Patient etwa eineinhalb Stunden einen leichten Kopfschmerz. Mit einer Sitzung - das sind etwa 2000 Reizimpulse auf die Gehirnzellen - ist es nicht getan. Mindestens zehn hintereinander folgende Behandlungen sind notwendig, um den gewünschten Erfolg mit Hilfe der Magnetstimulation zu erzielen. Ob die Magnetstimulationstherapie der Schlüssel zur endgültigen Heilung von schweren Depressionen ist, darüber fehlen noch exakte Forschungsergebnisse. Die Mediziner allerdings sind optimistisch, die bislang sehr erfolgreiche Anwendungen machen Hoffnung, dass die TMS bald zu einem etablierten Verfahren entwickeln wird. Die Psychiatrische Universitätsklinik Innsbruck erforscht in Zusammenarbeit mit dem Landeskrankenhaus Rankweil in Vorarlberg diese neue Therapiemöglichkeit. Siehe auch den Bericht "Erfolge mit der Magnetstimulationstherapie"!

 


 
Elektrische Durchflutungstherapie
Ein wirksames Verfahren ist die elektrische Durchflutungstherapie. Sie wird dann eingesetzt, wenn kein der anderen Behandlungsformen die Depression zum Abklingen bringen konnte. Hierbei wird ein künstlicher Krampfanfall durch einen kurzen Stromstoß ausgelöst. Im Gegensatz zu früher ist dieses Verfahren für den Patienten heutzutage relativ wenig belastend. Am Kopf des Patienten werden Elektroden befestigt, durch die ein minimaler elektrischer Strom in das Gehirn geschickt wird. Dadurch wird ein epileptischer Krampf ausgelöst (daher auch der Name Elektrokrampftherapie). Diese Behandlung wird unter einer Kurznarkose durchgeführt. Zudem bekommt der Patient ein muskelentspannendes Medikament gespritzt, damit keine Knochenbrüche aufgrund von Muskelverkrampfungen auftreten. Eine Behandlung muss etwa dreimal in der Woche mit bis zu etwa zehn Durchflutungen durchgeführt werden. Die Erfolgsquote liegt bei etwa 80 Prozent.

Es handelt sich bei der elektrischen Durchflutungstherapie um keine gefährliche, schädigende oder gar inhumane Therapie. Durch neue Techniken konnten die Nebenwirkungen und Risiken deutlich gesenkt werden. Es bleibt das Narkoserisiko, die Gefahr von Blutdruckschwankungen und vorübergehende Gedächtnisstörungen. Diese Risiken müssen jedoch vor dem Hintergrund der Lebensgefährdung und dem tiefen Leiden, das eine schwere therapieresistente Depression verursacht, gesehen werden. Viele Patienten erleben das Abklingen einer schweren Depression unter der Durchflutungstherapie wie das Erwachen aus einem langen Alptraum und drängen bei erneutem Auftreten einer depressiven Episode auf den Einsatz dieses Verfahrens. Bei der Mehrzahl der Patienten kann hierdurch die zum Teil seit Monaten oder Jahren andauernde depressive Phase durchbrochen werden. Die Elektrische Durchflutungstherapie steht in Deutschland in vielen Fachkliniken nicht zur Verfügung. Die Gründe hierfür liegen jedoch meist mehr in der Sorge wegen des schlechten Rufs der elektrischen Durchflutungstherapie in der Öffentlichkeit als in begründeten Zweifeln an der Wirksamkeit. Die Medizin sollte sich jedoch am Wohle des Patienten und nicht am öffentlichen Ruf orientieren. 

 


 
Stimulation des Vagusnervs mit einem eingepflanzten Schrittmacher
Ein Schrittmacher zur Stimulation des Vagusnervs kann eine alternative Behandlung für Menschen mit schweren Depressionen sein, denen mit Medikamenten nicht geholfen werden kann. Wie die Ärztezeitung berichtet, kam die Behandlungsmethode schon bei mehreren hundert Patienten in den USA erfolgreich zum Einsatz und konnte bei etwa 40 Prozent der Erkrankten zu einer deutlichen Verringerung der Symptome führen.

Der Schrittmacher mit der Größe einer Taschenuhr wird im Brustbereich unter die Haut gepflanzt und stimuliert von dort den Vagusnerv im Halsbereich. Der Vagusnerv, ein Hirnnerv, der sich auch im Bauch- und Brustbereich erstreckt, leitet Impulse an den Hirnstamm weiter, die zu einer verstärkten Durchblutung von Talamus und Hypotalamus führen. Es kommt zu einer erhöhten Aktivität des Neurotransmitters Serotonin in diesem Bereich des Hirns, der eine wichtige Rolle bei der Steuerung zahlreicher Aspekte des menschlichen Verhaltens spielt und auch für die Entstehung von Depressionen bedeutsam ist.

Die Vagusnerv-Stimulation hat für die Patienten geringe Nebenwirkungen und wird schon seit mehreren Jahren erfolgreich in der Behandlung von Epilepsie eingesetzt. Bei der Therapie von Patienten mit Depressionen kommt sie vor allem dann in Frage, wenn zwei medikamentöse Behandlungsversuche erfolglos waren, meldet die Zeitung unter Berufung auf die Bonner Psychiaterin Astrid Zobel.
Der Schrittmacher kann mehrere Jahre im Körper bleiben und bei Bedarf an- und ausgeschaltet werden.

 


 
Schlafentzug
Es klingt zuerst etwas verwunderlich, doch Schlafentzug kann ein Weg sein, dass der Depressionsbetroffene kurzeitig wieder zu Energie, Antrieb und besserer Stimmung kommt. So paradox es für den Patienten, der sich nach Schlaf sehnt, klingen mag: Nach einer durchwachten Nacht klingt die Depression häufig ab. Bei der Depression ist die Innere Uhr durcheinander: morgens kommt man nicht aus dem Bett, der Schlaf war nicht erholsam, man steht wie gerädert und "benebelt" auf. Zum Abend wird es meist etwas besser und viele Betroffene kommen deshalb erst sehr spät zur Ruhe. 90% aller depressiven Patienten leiden unter Schlafstörungen. Der Schlaf-/Wach-Rhythmus ist durcheinander. Vor allem in der zweiten Hälfte der Nacht und in den frühen Morgenstunden werden im Schlaf vermehrt Botenstoffe ausgeschüttet, die das Gleichgewicht im Hirnstoffwechsel durcheinander bringen und dadurch depressiv machen. Deswegen verordnen Ärzte häufig den Schlafentzug als Therapie. Hier bringt der Schlafentzug einen wissenschaftlich belegten antidepressiven Effekt. Doch leider hält die Wirkung nur 1-2 Tage an. Daher handelt es sich nur um ein zusätzliches Verfahren, das in Kombination mit Pharmako- und Psychotherapie zum Einsatz kommt.

So wird es gemacht:
Der Patient geht zur normalen Zeit zu Bett, wird jedoch um etwa 1 Uhr geweckt und durch Beschäftigung am Einschlafen gehindert. Spielen und Spazierengehen erleichtern das Wachbleiben. Tagsüber muss er bis zur normalen Schlafzeit wach bleiben. Mit drei Schlafentzügen in der Woche, abwechselnd je eine normale Nacht und je eine Nacht mit Schlafentzug, lassen sich gute Erfolge erzielen. Bei körperlich Kranken und bei sehr alten Menschen sollte der Schafentzug nicht angewandt werden.

 


 
Ernährung
Es gibt keine "Depressions-Diät". Grundsätzlich wird eine ausgewogene, fettarme und ballaststoffreiche Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst, fettarmem Fleisch, Fisch, Getreide und Milchprodukten empfohlen. "Denaturierte" Kost, das heißt eine durch Raffinieren, chemische Konservierung oder auf ewige Haltbarkeit abgestellte Ernährung, die kaum noch Ballaststoffe und natürliche Vitalstoffe enthält, sollte man meiden. Naturbelassene Fette (mit einem hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren) sind gehärteten Fetten (meist in Margarinen, Fertigprodukten) vorzuziehen. Mit einer gesunden Ernährung beugt man Stoffwechselkrankheiten vor. Zahlreiche Pflanzeninhaltsstoffe (Glucosinolate, Flavonide, Carotinoide, Phenole) tragen zum aktiv zum Zellschutz (Schutz der DNA) bei und sind Gegenspieler vieler Krebsarten. 

Übergewicht trägt eindeutig zum Unwohlsein bei und ist medizinisch betrachtet nicht nur ein Versagen des Willens oder falsches Essverhalten, sondern ein chronischer medizinischer Zustand ähnlich wie Diabetes oder Bluthochdruck. Die ungewollte Gewichtszunahme ist ein multifaktorelles Problem. Essverhalten, Lebensmittelangebot, Erziehung, erbliche Faktoren und körperliche Bewegung spielen eine ebenso große Rolle wie gesundheitliche Zustände. Ausdauerlauf fördert die Fettverbrennung, überflüssige Pölsterchen verschwinden. Wer läuft steigert automatisch seinen Appetit auf gesunde Kost und verliert den Geschmack an fetten und zu süßen Nahrungsprodukten. Der Stoffwechsel wird angeregt, Verdauungsprobleme verschwinden. Die durch das Laufen verursachte Ausschüttung von Cholecystokinin sorgt außerdem für weniger Hunger.
 

Kann man durch Ernährung einen Serotoninmangel kompensieren und Depressionen vorbeugen?

Die Antwort ist Ja und Nein! Einerseits gibt es einen eindeutigen und nachgewiesenen Zusammenhang zwischen zuckerreicher Ernährung und der Serotoninproduktion im Körper: Kohlehydratreiche Nahrung wird im Körper größtenteils zu Glucose (Traubenzucker) umgewandelt, Glucose stimuliert die Bauchspeicheldrüse zur Produktion von Insulin, Insulin erhöht den Tryptophanspiegel im Gehirn. Tryptophan ist Vorläufersubstanz von Serotonin und Serotonin wiederum regelt wichtige Funktionen wie Schlaf, Hunger Antrieb und Stimmung. In den lichtarmen Zeiten (Herbst- und Wintermonate) essen die zu Depressionen neigenden Menschen deutlich mehr süße bzw. kohlehydratreiche Nahrung als im Sommer, wenn sich der Serotoninspiegel im Gehirn aufgrund des helleren Lichts auf einem höheren Niveau befindet. Bei manchen Bevölkerungsgruppen gehen die Selbstmordraten zurück, wenn der Verzehr von Kohlehydraten steigt. 

Dieser Weg kann natürlich keine vorbeugende Therapie gegen die Depressionserkrankung darstellen. Es gibt jedoch auch gesunde Nahrungsmittel, die natürlicherweise Serotonin enthalten. So enthalten Bananen, Trauben, Äpfel und Pflaumen Spuren des Neurotransmitters. Allerdings sind die Mengen für eine natürliche medikamentöse Therapie nicht von Bedeutung.

Serotonin kann nicht künstlich hergestellt oder in größeren Mengen aus Pflanzen oder Tieren isoliert werden, so fällt es als Substanz für eine Nahrungsmittelergänzung aus. Die Vorläufersubstanz Tryptophan jedoch steht relativ preiswert in größeren Mengen zur Verfügung, doch man hat bislang keine Erhöhung des Serotoningehaltes im Gehirn durch die erhöhte Einnahme von Tryptophan nachweisen können.
 

Fazit:
Um die Serotoninkonzentration im Gehirn zu erhöhen, bleiben nur zwei vernünftige Möglichkeiten:
a) die natürliche Bildung von Serotonin
b) Erhöhung der Verfügbarkeit des im Gehirn vorhandenen Serotonins

Dies gelingt erfolgreich mit den bekannten und ausreichend erforschten Methoden, deren Erfolg durch Studien eindeutig belegt ist:
medikamentöse Therapie mit Antidepressiva
Lichttherapie
Bewegungstherapie durch Ausdauertraining
Änderung des Schlafverhaltens
 


 
Pflanzliche Wirkstoffe

Ergänzend zu den fundamentalen Therapien können pflanzliche Wirkstoffe angewendet werden. Auch Pflanzen sind Medikamente. Daher sollten sie nicht immer bedenkenlos genommen werden. Das gilt auch für Tees. Wie bei synthetischen Wirkstoffen können auch hier Nebenwirkungen und Wechsel- wirkungen auftreten. Deshalb sicherheitshalber den Arzt oder Apotheker fragen!

Johanniskraut: Als Kapseln und Dragees rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Johanniskrautextrakt ist das meisten verordnete Antidepressivum in Deutschland (siehe Antidepressiva). Zubereitung als Tee: 2 Teelöffel getrocknetes Kraut, 5 min ziehen lassen, bis 2mal täglich! Nicht für den Dauergebrauch geeignet! Bei einigen Patienten kann es durch Johanniskraut zu Nebenwirkungen bzw zu Nichtwirken anderer Medikamente kommen.
So z.B. bei Patienten, die ein Mittel gegen Aids einnehmen oder bei Patienten, die nach einer Herztransplantation Medikamente gegen Abstoßungsreaktionen einnehmen. Diese Ausnahmefälle sollten aber in keiner Weise die gute Wirkung des Mittels bei Depressionen schmälern.
Inhaltsstoffe: Hypericin, Hyperforin, ätherishes Öl, Catechingerbstoffe, Flavongykoside 

Rosmarin: 1-2 Gläser Rosmarintee früh am Morgen bringen den Kreislauf in Schwung, wirken durchblutungsfördernd, man geht wacher in den Tag. Inhaltsstoffe: ätherisches Öl mit Kampfer, Cineol, Borneol, Gerbstoffe und Saponine 

Kava-Kava: Als Kapseln rezeptfrei in der Apotheke erhältlich. Doch der Kava-Kava-Extrakt darf nicht bei Depressionen angewendet werden. Die Anwendungsgebiete beschränken sich auf nervöse Angst-, Spannungs- und Unruhezustände. Die Inhaltsstoffe der Kava-Kava-Wurzel wirken beruhigend und entspannend. Vorsicht: Neue Meldungen (11/2001) berichten über Hinweise auf leberschädigende Wirkungen dieses pflanzlichen Präparates! Ein Widerruf der Zulassung von Kava-Kava-Präparaten ist möglich. 

Baldrian: Baldriantee oder Baldrianextrakte in Dragee- oder Kapselform hilft als hervorragendes Beruhigungsmittel bei nervösen Erregungszuständen und Schlaflosigkeit. Inhaltsstoffe: ätherisches Öl, Valepotriate (beruhigend), Valerensäure (krampflösend).

Hopfen: Die Hopfenbitterstoffe wirken beruhigend und helfen bei Nervosität und Schlaflosigkeit. Inhaltsstoffe der weiblichen Blütenstände: Harz, ätherisches Öl, Hopfenbitterstoffe (Lupulon, Humulon) 

Afa-Alge: Bei der Afa-Alge handelt es sich um ein natürliches Nahrungsergänzungsprodukt, welches viele Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente, Aminosäuren und zahlreiche andere Substanzen enthält. Es gibt zahlreiche Hinweise über eine Wirksamkeit gegen depressive Verstimmungen, doch einen wissenschaftlich belegter Wirksamkeitsnachweis wurde bislang noch nicht durchgeführt. Infos unter http://gesundheits-quelle.de/afaklamathalgen.htm.

Melisse: Die Melisse enthält Gerbstoffe und ein ätherisches Öl, das für den zitronenartigen Geruch verantwortlich ist. Sie wirkt krampflösend, beruhigend und antimikrobiell. Sie wird daher alleine oder in Kombination mit anderen sedativ wirkenden Pflanzenauszügen bei nervös bedingten Einschlaf-, Magen- und Darmstörungen eingesetzt. 

Vitamine: Es gibt immer mehr Hinweise, dass erhöhte Homocysteinwerte im Serum nicht nur Risikofaktor für Arteriosklerose sind, sondern auch zentralnervöse Erkrankungen wie die Depression begünstigen. Bei der Enstehung erhöhter Homocysteinwerte spielen Vitamine eine bedeutende Rolle. Erhöhte Homocysteinwerte sind Ausdruck eines Mangels der B-Vitamine Folsäure, B6 und B12, der mit dem Alter zunimmt. Daher hält man die Substitution dieser Vitamine vor allem bei älteren Patienten zur Primärprävention und als Begleittherapie für sinnvoll. Eine chronische Substitution der drei B-Vitamine bei depressionsanfälligen Menschen kann im Bereich der Primärprävention dazu beitragen, vor einer Depressionserkrankung zu schützen. Dazu reiche ein Zehntel der Akut-Dosis einmal wöchentlich aus (0,5 mg B6, 0,1 mg B12 und 0,1 mg Folsäure). Auch Vitamin E ist ein Vitalstoff, der beim Stressabbau hilft und mit dazu beiträgt, vor einer Depressionskrankheit zu schützen.

Mineralstoffe:
Magnesium: Ein Mangel an Magnesium kann an der Entstehung von Depressionen beteiligt sein. Magnesium benötigt der Körper zur Produktion des Neurotransmitters Serotonin.

 


 
Schokolade

Auf den ersten Blick besteht Schokolade aus Kakaopulver, Fett und Zucker, in den verschiedensten Variationen. Genauer betrachtet ist die Zusammensetzung von Schokolade genial, deshalb ist auch ihre Wirkung unübertroffen und kann zur Droge werden, wenn man zu oft, zu viel und immer mehr davon isst, also schokoladesüchtig wird. Der Zucker erhöht den Serotoninspiegel, Wohlgefühl stellt sich ein. Das Fett setzt Endorphine frei, sie bringen Energie. Schokolade enthält Phenyläthylamin, ein Wirkstoff der im Gehirn ausgeschüttet wird, wenn der Mensch verliebt ist: er versetzt uns in euphorische Glücks- zustände. Das Theobromin, ebenfalls im Kakao enthalten, macht wach und erhöht die Konzentration. Es ist ein Stoff, der dem Koffein verwandt ist. Wer ein Stück Schokolade als Wachmacher genießen will, greift am besten zu Bitterschokolade mit einem hohen Kakaoanteil. Zuguterletzt ist im Stück Schokolade auch noch Magnesium erhalten, das bekanntlich an der Produktion von Serotonin beteiligt ist und die Stimmungslage verbessert. Munter macht auch die Kakao-Bohne vom Kakao-Baum. Aus ihr wurde bei den Azteken ein anregendes Göttergetränk gebraut, das süß und scharf war, so war z.B. auch Chili drin. Neben Koffein das im Kaffee und Theobromin, das im Tee enthalten ist, gibt es im Kakao das Anandamid, ein psychoaktiver Stoff, der ein Glücksgefühl erzeugt. Trotz dieser schönen Effekte sollte man sich stets im Klaren darüber sein, dass man mit Schokolade in seinen Hormonhaushalt eingreift, doch in kleinen Dosen genossen besteht keine Gefahr, den Gehirnstoffwechsel in Unordnung zu bringen. In großen Dosen macht Schokolade süchtig und müde.

 


 
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