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Einer der häufigsten Fehler ist der zu frühe Abbruch der Medikamenteneinnahme und damit das Wiederauslösen der depressiven Episode! 

Es liegt auf der Hand, dass Nebenwirkungen und schlechte Verträglichkeit von Medikamenten in dieser Phase, in der es dem Patienten schon wieder sehr gut geht, besonders hinderlich sind. Hier können auch die sonst gut verträglichen SSRI wegen der Beeinträchtigung der Sexualität bei Mann und Frau Probleme machen. Ist die stabilisierende Phase überstanden, kann man die medikamentöse Therapie nach einigen Monaten ausschleichend beenden. 

Hat der Patient bereits drei depressive Episoden in den letzten fünf Jahren hinter sich, ist eine rezidivprophylaktische Behandlung anzustreben. Eine jahrelange Therapie soll den Patienten vor einem weiteren Rezidiv mit erheblicher Belastung und Suizidgefahr schützen. Neben Lithium werden vor allem die modernen Antidepressiva eingesetzt, allerdings nur bei rein depressiven Störungen (monopolare Erkrankung ohne Manie). Ihre Wirksamkeit ist hier gut belegt. Diese Langzeittherapie muss in therapeutischer Dosierung erfolgen. Daher spielen Verträglichkeit und Akzeptanz des Medikaments durch den Patienten eine erhebliche Rolle für die Compliance. 
 

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