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Träume verbessern Hirnleistung

Träume können wahrscheinlich die Gedächtnisleistung verbessern oder Aufschluss über psychische Erkrankungen geben. Zwei Studien dazu stellte das Zentralinstitut für seelische Gesundheit (ZI) in Mannheim vor. Danach können Traumphasen die Gedächtnisleistung erhöhen. Zudem spiegele sich eine schwere seelische Erkrankung wie Depression in Träumen wieder. In der ersten Studie waren zehn gesunde Menschen im Alter von 58 bis 78 Jahren über fünf Nächte hinweg getestet worden. Nach Angaben der Wissenschaftler konnten die Testpersonen anschließend Denkaufgaben besser lösen als vorher. "Traumschlaf verbessert die Gedächtnisleistung", folgerte die Medizinerin Bettina Weber. Patienten mit Gedächtnisstörungen könnten in Zukunft von diesem Befund profitieren.
Wegen der kleinen Zahl von Probanden handele sich aber zunächst um eine Pilotstudie. In der zweiten Studie waren 92 Patienten des ZI mit psychischen Störungen wie Depression, Schizophrenie und Angstzuständen zunächst über ihr Befinden befragt worden. Dann mussten sie über zwei Wochen hinweg Traumtagebücher führen. Die Auswertung ergab, dass sich die Krankheiten der Patienten in ihren Träumen widerspiegelt. "Bei schizophrenen Patienten zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen Psychose und bizarren Träumen", sagte Mitarbeiter Michael Schredl. Häufige Traumthemen seien Tod und Aggression gewesen. "Träume sind keine Hirngespinste", betonte Schredl. Sie gäben Auskunft über das Ausmaß psychischer Krankheiten.
Die Anzahl der Menschen, die unter Angst und Furcht leiden, ist derart angestiegen, dass auch völlig normale Kinder heute Symptome aufweisen, die Ärzte in den 50-er Jahren psychisch kranken Kindern zuordneten. Das ist das Ergebnis von zwei amerikanischen Untersuchungen an mehreren Tausend Kindern und Collegeschülern.

Für die Psychologin und Autorin der Studie Jean M. Twenge von der Case Western Reserve University sind dies die Vorboten einer Reihe von Folgeproblemen - darunter steigender Drogenkonsum, höhere Erkrankungsraten, eine höhere Anfälligkeit für Depressionen und schließlich eine höhere Sterblichkeitsrate.

Die Untersuchung konzentrierte sich auf die Beobachtung von Kindern und Jugendlichen, die chronisch unter Angst litten, das heißt deren Angst nicht als unmittelbare Folge eines bestimmten Ereignisses einsetzte und nicht nur von begrenzter Dauer war (vorübergehender Angstzustand). Verglichen wurden Ergebnisse aus den Jahren 1952 bis 1993. Dabei stellten die Wissenschaftler einen signifikanten Zuwachs an Personen fest, die unter chronischer Angst und deren Auswirkungen litten - für manchen Wissenschaftler bereits Grund vom "Zeitalter der
Angst" zu sprechen.

Verschiedene Faktoren sind für diesen Anstieg verantwortlich, sagt Twenge: Besonders belastend ist die zunehmende soziale Isolation. So führte während des Untersuchungszeitraums eine stetig wachsende Scheidungsrate zu weniger intensiven sozialen Kontakten. Allein zu leben, sagt Twenge, gibt den Betroffenen zwar auf der einen Seite einen größeren individuellen Spielraum, auf der anderen Seite wächst aber der Druck, die damit einhergehende Isoliertheit zu verarbeiten. Genau das kann ein auslösender Faktor für "Dauerangst"
werden. Weitere Faktoren, die den Anstieg ausmachen, sind zum Beispiel die Angst vor einem nuklearen Krieg,
Umweltkatastrophen, Krankheiten wie Aids, Bedrohung durch Gewalt und Kriminalität und deren umfangreiche
Berichterstattung in den Medien.

Auch wenn die Zahl von Ehescheidungen in jüngster Vergangenheit rückläufig ist, so steigt die Zahl der Single- Haushalte dennoch weiter und damit auch die Chance, dass zukünftig viel mehr Menschen unter Angst leiden als in zurückliegenden Jahren.
 

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