Forschung aktuell
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Träume verbessern Hirnleistung Träume können wahrscheinlich die Gedächtnisleistung
verbessern oder Aufschluss über psychische Erkrankungen geben. Zwei
Studien dazu stellte das Zentralinstitut für seelische Gesundheit
(ZI) in Mannheim vor. Danach können Traumphasen die Gedächtnisleistung
erhöhen. Zudem spiegele sich eine schwere seelische Erkrankung wie
Depression in Träumen wieder. In der ersten Studie waren zehn gesunde
Menschen im Alter von 58 bis 78 Jahren über fünf Nächte
hinweg getestet worden. Nach Angaben der Wissenschaftler konnten die Testpersonen
anschließend Denkaufgaben besser lösen als vorher. "Traumschlaf
verbessert die Gedächtnisleistung", folgerte die Medizinerin Bettina
Weber. Patienten mit Gedächtnisstörungen könnten in Zukunft
von diesem Befund profitieren.
Für die Psychologin und Autorin der Studie Jean M. Twenge von der Case Western Reserve University sind dies die Vorboten einer Reihe von Folgeproblemen - darunter steigender Drogenkonsum, höhere Erkrankungsraten, eine höhere Anfälligkeit für Depressionen und schließlich eine höhere Sterblichkeitsrate. Die Untersuchung konzentrierte sich auf die Beobachtung
von Kindern und Jugendlichen, die chronisch unter Angst litten, das heißt
deren Angst nicht als unmittelbare Folge eines bestimmten Ereignisses einsetzte
und nicht nur von begrenzter Dauer war (vorübergehender Angstzustand).
Verglichen wurden Ergebnisse aus den Jahren 1952 bis 1993. Dabei stellten
die Wissenschaftler einen signifikanten Zuwachs an Personen fest, die unter
chronischer Angst und deren Auswirkungen litten - für manchen Wissenschaftler
bereits Grund vom "Zeitalter der
Verschiedene Faktoren sind für diesen Anstieg verantwortlich,
sagt Twenge: Besonders belastend ist die zunehmende soziale Isolation.
So führte während des Untersuchungszeitraums eine stetig wachsende
Scheidungsrate zu weniger intensiven sozialen Kontakten. Allein zu leben,
sagt Twenge, gibt den Betroffenen zwar auf der einen Seite einen größeren
individuellen Spielraum, auf der anderen Seite wächst aber der Druck,
die damit einhergehende Isoliertheit zu verarbeiten. Genau das kann ein
auslösender Faktor für "Dauerangst"
Auch wenn die Zahl von Ehescheidungen in jüngster
Vergangenheit rückläufig ist, so steigt die Zahl der Single-
Haushalte dennoch weiter und damit auch die Chance, dass zukünftig
viel mehr Menschen unter Angst leiden als in zurückliegenden Jahren.
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