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Mit sechs Fragen wird der Verdacht auf eine Depression leicht geklärt

Schnelle Diagnosehilfe für Hausärzte / Schlüsselrolle bei Therapie Depressiver

MÜNCHEN (bwa). Mehr als zehn von hundert Patienten in einer Hausarztpraxis sind depressiv. Doch es ist oft schwierig, ihre Krankheit zu erkennen. Ein Fragebogen hilft Praktikern bei der Diagnose.

In der Regel suchen die depressiven Patienten den Hausarzt wegen körperlicher Beschwerden auf. Häufig sind etwa Kopf-, Herz- und Bauchschmerzen, Schlafstörungen und Inappetenz, hat Bernd Zimmer, Allgemeinarzt aus Wuppertal, während eines vom Unternehmen Biocur ausgerichteten Fachpressegesprächs zu "Depression: Neue Wege zur Diagnostik und bewährte Therapie" gesagt. Wie können Hausärzte die Diagnose stellen, wenn sie eine larvierte Depression vermuten?

Eine einfache Hilfe bietet ein Screeningfragebogen, den Privatdozent Dr. Ralf Ihl, der Neurologe Professor Diethard Müller und der Hausarzt Bernd Zimmer gemeinsam entwickelt haben:

Sind Sie mit Ihrem Leben unzufrieden?
Fühlen Sie sich hilflos?
Fühlen Sie sich wertlos?
Sind Sie an Dingen weniger interessiert, die Ihnen früher Freude machten?
Bleiben Sie in letzter Zeit häufiger zu Hause, anstatt auszugehen?
Fiel es Ihnen schwer, die Fragen zu beantworten?

Auch wenn nur ein bis zwei Fragen bejaht werden, besteht ein begründeter Verdacht auf eine Depression, so Zimmer. In diesem Fall sollte der Hausarzt einen weiteren Diagnosebogen hinzuziehen, etwa den Arzt-Fragebogen nach Müller. Dieser hat den Vorteil, daß er auf ICD 10 basiert und die Bewertung der Haupt- und Zusatzsymptome erleichtert.

Hat der Arzt eine Depression festgestellt, sollte er "Verständnis und Nähe vermitteln", so Zimmer. Der Hausarzt habe eine Schlüsselrolle in der Behandlung eines depressiven Patienten. Er habe auch die beste Chance, ihm den Weg zum Nervenarzt oder Psychiater zu erleichtern und zu bahnen.
 

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