| Wenn man unter depressiven Symptomen leidet, kostet es einen selbstverständlich sehr viel Überwindung, sich zu einem Dauerlauf aufzuraffen. Wenn man es doch einmal schafft, wird man danach mit der ganzheitlichen und wohltuenden Wirkung belohnt. Ausdauertraining vermindert oder beseitigt depressive Symptome durch seine ausgleichende und normalisierende Wirkung auf den Gehirnstoffwechsel. Nicht nur bei Depressionen, auch bei Depressionserkrankungen, die mit Panikzuständen und Angststörungen verbunden sind, hat Ausdauertraining seinen heilenden Effekt in kontrollierten Studien bewiesen. Es lohnt sich wirklich für jeden, die positiven Effekte des Ausdauertrainings kennenzulernen. |
| Eines vorweg:
Wir sprechen ausschließlich von einem lockeren und langsamen Dauerlauf. Der Pulsschlag soll sich nur leicht erhöhen, so dass man sich beim Laufen noch gut unterhalten könnte. Die positiven Effekte stellen sich nach etwa 15 bis 20 min ein, daher sind 25 bis 30 min zu empfehlen. Die tägliche Anwendung ist ideal, aber kaum einzuhalten. Schafft man es, sich dreimal in der Woche aufzuraffen, wäre das schon sehr gut, häufiger wäre natürlich besser. Aber auch schon die einmalige Anwendung bringt eine wohltuende und auch antidepressive Wirkung, wenn auch nicht lange anhaltend. |
| Die positiven Wirkungen
Hinweis: Die hier aufgeführten
positiven Wirkungen treten wirklich ein, nicht alle sofort nach dem ersten
Lauf, aber viele davon. So sind z.B. die antidepressiven Wirkungen schon
nach einem Lauf deutlich zu spüren.
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| Wie fange ich an?
Ganz langsam! Aber regelmäßig! Vielleicht erst 5 min laufen laufen oder schnell gehen, dann so steigern, dass man nach einigen Tagen oder spätestens nach zwei Wochen 30 min lockeres, langsames Laufen durchhält. Sportlich ambitionierte Menschen können natürlich mit einem deutlich höherem Pensum einsteigen. Meiner Erfahrung nach kann Ausdauertraining nur positive Auswirkungen haben unter der Voraussetzung, dass man langsam und behutsam beginnt und bei Verstärkung irgendwelcher Beschwerden während des Laufens sofort Tempo und Dauer reduziert. Man kann auch schnell gehen. Die Geschwindigkeit spielt keine große Rolle! Der Puls ist entscheidend, man sollte sich während des Laufens noch unterhalten können. Eventuell mit Pulsmesser laufen (z.B. mit einer Pulsuhr, ab 90 DM im Fachhandel). Die Uhr gibt einem den individuellen Pulsbereich an, in dem sinnvoll trainiert werden kann, in der Regel zwischen 110 und 140 Schäge in der Minute. Dieser aerobe Bereich der Herzfrequenz hängt aber vom Alter oder besser vom Fittnessstand, Klima, der Tagesform und von vielen weiteren Faktoren ab. Aerob heißt, man läuft im Sauerstoffüberschuss - ohne Anstrengung. Die Muskeln haben genug Sauerstoff, um Fett zu verbrennen. Nur das Laufen im aeroben Bereich hat all die beschriebenen positiven Auswirkungen. Wie oft?
Weitere Tipps:
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| Vorsichtsmaßnahmen
Nie bei Fieber laufen! Trainingspause einlegen!! Bei überdehnten Bändern an den Sprunggelenken sollte man ganz behutsam laufen oder walken! Erst wenn die sich die gelenkumgreifende Muskulatur gefestigt hat, wird der Trainingsumfang langsam gesteigert. Bei extremen Übergewicht bietet sich Aqua-Jogging oder auch Radfahren als Ausdauersport an, bevor man auf das Laufen umsteigt. Leiden Sie an einem Herzfehler, an einer Herzerkrankung, an einer Gelenkentzündung oder an Brustenge beim schnellen Gehen, so sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, bevor Sie mit dem Training beginnen. Meiner Erfahrung nach kann Ausdauertraining nur positive Auswirkungen haben unter der Voraussetzung, dass man langsam und behutsam beginnt und bei Verstärkung irgendwelcher Beschwerden während des Laufens sofort Tempo und Dauer reduziert. |
| Wo gibt es weitere
Informationen zum Ausdauertraining?
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