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| Ärzte Zeitung, 24.09.2001
Votum für standardisierten Johanniskraut-Extrakt Die Schwankungen in der Zusammensetzung mancher Produkte können die Wirksamkeit beeinträchtigen FRANKFURT AM MAIN (ner). Die in Deutschland erhältlichen Johanniskraut-Extrakte sind von sehr unterschiedlicher Qualität. Die Zusammensetzung der Chargen kann schwanken, das stellt die Wirksamkeit und Unbedenklichkeit in Frage. Bei manchen Produkten gebe es sehr große
Schwankungen von Charge zu Charge, so Professor Manfred Schubert-Zsilavecz
vom Institut für Pharmazeutische Chemie in Frankfurt/Main. Schubert-Zsilavecz
hat die Zusammensetzung von Johanniskraut-Präparaten verschiedener
Hersteller über einen Zeitraum von neun Monaten untersucht. Eine größtmögliche
Chargenkonformität sei jedoch - trotz der natürlichen Schwankungsbreite
bei pflanzlichen Wirkstoffen - eine essentielle Forderung, um die Wirksamkeit
und Unbedenklichkeit zu sichern, sagte er bei
Es war auch aufgefallen, daß sich die Zusammensetzung verschiedener Präparate während der vom Hersteller angegebenen Haltbarkeit in relevantem Ausmaß verändert hatte, berichtete der Pharmazeut. "Ärzte, Patienten und Apotheker müssen sich darauf verlassen können, daß ein Johanniskraut-Extrakt von Charge zu Charge konstant bleibt", forderte er. Am besten war dies bei seinen Untersuchungen bei dem Extrakt WS 5572 (Neuroplant® 1x1 und Neuroplant® 300) gegeben. Hierbei werde die Stabilität durch Ascorbinsäure gewährleistet. Außerdem werde durch kontrollierte Anbaubedingungen und Vermischung von bis zu 50 verschiedenen Chargen eine konstante Wirksamkeit gewährleistet, hieß es bei der Veranstaltung. Ausdrücklich warnte Schubert-Zsilavecz
vor nicht standardisierten Johanneskraut-Präparaten, die im Supermarkt
erhältlich sind. Bei diesen Produkten könne überhaupt keine
Stabilität der Inhaltsstoffe und konstante Wirksamkeit garantiert
werden.
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