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                      Ärzte Zeitung, 25.09.2001
 
 

               "Depressionserkrankung ernst nehmen!"

                      Mehr als 50 Prozent der Patienten sind suizidal gefährdet

                      FRANKFURT AM MAIN (ner). 40 Prozent der Depressionen werden nicht als solche erkannt, so Professor Waltraud
                      Kruse, Allgemeinmedizinerin aus Aachen. Diese Zahl sei zu hoch, denn bei Depressionen handele es sich um
                      potentiell lebensgefährliche Erkrankungen.

                      Mehr als 50 Prozent der depressiven Patienten sind suizidal gefährdet, sagte Kruse bei einer Veranstaltung des
                      Unternehmens Dr. Willmar Schwabe in Frankfurt am Main. " Depressionen gehören zu den gefährlichsten Krankheiten
                      in der hausärztlichen Praxis."

                      Schwere Depressionen werden zwar selten übersehen. Aber gerade die häufigen milden und moderaten Erkrankungen
                      sind oft nur schwer zu erkennen, da die Patienten mit sehr unterschiedlichen Symptomen und somatischen
                      Beschwerden kommen. Vor allem bei Kindern und Jugendlichen würden Depressionen noch viel zu wenig
                      Aufmerksamkeit geschenkt, so Kruse.

                      Oft wird die Erkrankung von Patienten als Erschöpfungszustand oder Willensschwäche interpretiert. Ärzte sollten daher
                      gezielt nachfragen. "Depression ist keine Ausschlußdiagnose, sondern muß aktiv exploriert werden", so die
                      Allgemeinmedizinerin. Vor allem aber sei es wichtig, Patienten direkt zu fragen, ob sie Suizidgedanken hätten. "Es ist
                      erstaunlich, wie viele Patienten dies dann auch zugeben."

                      Es sei eine herausfordernde Aufgabe für den Allgemeinarzt, den Patienten das Krankheitsbild genau zu erklären und
                      eine mehrstufige Therapie einzuleiten, so Kruse weiter. Dazu gehörten psychotherapeutische Gespräche,
                      verhaltenstherapeutische und körperlich aktivierende Maßnahmen sowie Pharmakotherapie.

                      Die hochdosierte Behandlung mit Johanniskraut-Extrakt, vom Unternehmen als Neuroplant® angeboten, sei bei milden
                      und moderaten Depressionen eine First-line-Therapie. In klinischen Studien und bei pharmakologischen In-vivo- und
                      In-vitro-Untersuchungen seien mit dem gut verträglichen pflanzlichen Antidepressivum ähnlich gute Wirkungen belegt
                      worden wie mit synthetischen Antidepressiva.

 

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