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| bdw 21.02.2003 - Psychologie
Langzeitbehandlung mit Antidepressiva verringert Rückfallrisiko Die Einnahme von AD über ein bis zwei Jahre halbiert
die Wahrscheinlichkeit, erneut depressiv zu werdenEine längerfristige
Behandlung mit Antidepressiva kann dazu beitragen, dass ehemals depressive
Patienten nicht erneut in die Depression zurückfallen. Wenn Depressive
die Medikamente ein bis zwei Jahre nehmen anstatt – wie in Standardtherapien
– nur vier bis sechs Monate, kann das Rückfallrisiko beträchtlich
verringert werden. Das berichten britische Wissenschaftler im Fachblatt
Lancet (Bd. 361, S. 653). Standardtherapien mit Antidepressiva vermindern
die depressiven Symptome zwar meist zuverlässig, nach dem Absetzen
der Medikation kommt es jedoch häufig zu Rückfällen. Die
Forscher von der psychiatrischen Abteilung der Universität Oxford
(Großbritannien) interessierten sich daher dafür, wie lange
Antidepressiva tatsächlich eingenommen werden sollten, um Rückfälle
wirksam zu verhindern.John Geddes und seine Kollegen fassten die Daten
aus einunddreißig Studien zusammen und konnten so die Behandlungsverläufe
von etwa 4.400 Patienten untersuchen. Alle Depressiven waren in der akuten
Krankheitsphase mit Antidepressiva behandelt worden. Im Anschluss nahm
ein Teil der Patienten weiterhin die gleichen Medikamente, der andere Teil
erhielt ein wirkungsloses Placebo. Genesene Patienten, die ein bis zwei
Jahre lang weiter Antidepressiva einnahmen, hatten eine nur halb so große
Rückfallwahrscheinlichkeit wie ehemals Depressive, die früher
mit der Behandlung aufhörten. ddp/bdw - Christine Amrhein
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