| Ärzte Zeitung, 16.01.2002
"Depressionen sind selbst unter den
Eskimos auf Grönland verbreitet"
Ein Gespräch mit dem Autor Andrew
Solomon, der in seinem Buch "Saturns Schatten" dem Massenphänomen
Depression auf den Grund geht
Die Bibel der amerikanischen Psychiatrie
- das "Diagnostic and Statistical Manual" - stuft die Depression bei Personen
im Alter über fünf Jahren, gemessen an den Parametern Sterblichkeit
und Individualität, nach den Herzleiden als die weltweit am weitesten
verbreitete Krankheit ein. Allein in Deutschland sind vier Millionen Menschen
an Depression erkrankt, über die Hälfte sind Frauen. Die derzeit
umfassendste Darstellung des Massenphänomens stammt von dem Amerikaner
Andrew Solomon. Mit seinem Buch "Saturns Schatten. Die dunklen Welten der
Depression" (S. Fischer Verlag, Frankfurt/Main) gewährt Solomon Einblicke
in eine Welt, die für immer mehr Menschen zur bizarren und häufig
tödlichen Realität wird. Im Gespräch mit unserem Mitarbeiter
Adelbert Reif erklärt Solomon die Ursachen und Therapieverfahren bei
Depression.
| Politik-Berater und Buch-Autor Andrew
Solomon wurde 1963 als Sohn eines amerikanischen Pharma-Fabrikanten geboren.
Er studierte in Yale und Cambridge und schreibt unter anderem für
die Zeitschrift "The New Yorker" und das "New York Times Magazine". Für
die Clinton-Regierung arbeitete er als politischer Berater. Sein autobiographisch
gefärbter Roman "A Stone Boat" war in den USA und auch in Großbritannien
ein großer Erfolg. Solomon lebt in New York und London. (rad) |
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Interview mit dem Autor
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