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JENA (dpa). Wer unter Depressionen leidet, verliert nach Erkenntnissen Jenaer Forscher oft das reale Zeitgefühl. Bei depressiven Patienten sei nicht nur die Fähigkeit gestört, die Länge einer Zeitspanne richtig einzuschätzen.
"Auch Pünktlichkeit,
Zeiteinteilung und Stressresistenz sind beeinträchtigt", sagte Professor
Brigitte Edeler von der Universität in Jena. So empfänden Betroffene
bei Verabredungen das Warten als unendlich lange, obwohl es sich nur um
wenige Minuten handele. Für das von Edeler geleiteten Forschungsprojekt
wurden Patienten in Fachkliniken befragt.