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Ärzte Zeitung, 27.10.2003
 
Bei Depressiven ist Sterberisiko nach Bypass-Op erhöht
 

DURHAM (bib). Eine große US-amerikanische Studie mit 5,2 Jahren mittlerer Nachbeobachtungszeit hat jetzt belegt, was kleinere Studien bereits vermuten ließen: Depressionen sind ein wesentlicher Risikofaktor, wenn es darum geht, ob Patienten eine koronararterielle Bypass-Operation (CABG) langfristig überstehen oder nicht.

Während des Follow-up starben 15 Prozent der 817 Studienteilnehmer, berichten die Wissenschaftler um Dr. James A. Blumenthal vom Duke University Medical Center in Durham im US-Staat North Carolina (Lancet 362, 2003,604). Unabhängig von anderen Faktoren - etwa Alter, Diabetes, Zahl der Bypässe - hatten Patienten, die präoperativ eine mittlere bis schwere Depression hatten, ein 2,4mal höheres Sterberisiko als nicht-depressive CABG-Patienten. Wenn eine Depression auch sechs Monate nach der Op noch persistierte, betrug das relative Risiko 2,2.

Erfasst wurde die Depression jeweils mit dem Fragebogen des Center for Epidemiological Studies (CES-D). Danach waren insgesamt 310 (38 Prozent) der operierten Patienten als depressiv einzustufen. Eine antidepressive Behandlung, so die Forscher, verbessert möglicherweise die Überlebenschancen nach CABG.
 
 

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